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Stadt Bad Segeberg
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Chronik

Aus der Chronik der Stadt Bad Segeberg

1127

Bereits 1127 begann Knud Laward, Herzog von Schleswig und Herr über Wagrien, auf dem Kalkberg eine Befestigung zu errichtne. Adolf I., der seit 1106 das Herzogtum Holstein und Stormarn vom deutschen Kaiser zum Leben hatte, zerstörte 1130 diese Anlage noch vor ihrer Fertigstellung. Vier Jahre später beginnt die Geschichte der Stadt Segeberg.

Schon seit vorgeschichtlichen Zeiten ist der Kalkberg, der früher Aelberg hieß, Siedlungsgebiet und Kreuzungspunkt alter Handelswege.

1134

Lothar III., "der Römer erhabener Kaiser" lässt auf Rat der Mönche Vizelin, "einen frommen und umgänglichen Mann", von Adolf II. von Schauenburg auf dem Kalkberg die Siegeburg errichten, "zum Schutz gegen die Angriffe der Heiden auf die Christen". Der Kaiser inspiziert persönlich den Kalkberg. Gleichzeitig entstehen ein Kloster und eine Klosterkirche - zu Ehren der Jungfrau Maria und des heiligen Johannes - am Fuße des Berges 1137, am 17. März, wird darüber die Stifungsurkunde ausgestellt.

1138

Zwischen 1138 und 1155 wurden die Siegesburg, das Kloster und die kleine Ortschaft, die lange Zeit nur ein Zubehör zur Burg war, mehrmals angegriffen und zerstört. Zeitweise wird das Kloster hinter der Travelinie nach Högersdorf verlegt. Erst 1155 wird das Kloster in Segeberg wieder aufgebaut. Die damals noch aus Holz gebaute Marienkirche wird vom Bischof von Oldenburg zur Domkirche und Domkapitel der Augustiner Chorherren erhoben und dient als bischhöfische Residenz.

1156

Baubeginn der Marienkirche als einen der frühesten Backsteinbauten in unserer Landschaft und überhaupt der erste, in dem der Gewölbebasilika angelegt und während ihrer Geschichte mehrfach umgebaut. Sie diente nun nicht mehr als Kloster-, sondern als Pfarrkirche. 1230 Die sich unterhalb des Berges entwickelnde Siedlung "Siegeburg" übernimmt das "Lübsche Recht".

1244

Der sich langsam entwickelnden Ortschaft Segeberg wird von Adolf IV. das Lübsche Recht verliehen. Dadurch erhielt Segeberg die Möglichkeit zur kommunalen Selbstverwaltung durch Bürgermeister und Rat.

1410

Die Landesherren, insbesondere König Christian I. von Dänemark, benutzten die Burg des öfteren als vorübergehenden Aufenthaltsort. Danach dient sie als Residenz der Statthalter des Dänischen Königs.

1465

König Christian I. von Dänemark, seit 1460 durch den Vertrag von Ripen zum Landesherrn gewählt, schließt mit der Hansestadt Hamburg einen Vertrag über Kalklieferungen von Segeberg zu den Stegen bei Sülfeld.

Hamburg war einer der Hauptabnehmer des Segeberger Kalks, der ein begehrtes Baumaterial war. Die Bauern in Segeberg und Umgebung wurden zu den Kalkfahrten zwangsverpflichtet.

1534

In Folge der kriegerischen Auseinandersetzngen zwischen Lübeck und Dänemark (Grafenfehde) wurde "das Städtlein Segeberg", das unter der Herrschaft des dänischen Königs stand, von den Lübeckern unter ihrem Bürgermeister Wullenwever, nahezu vollständig zerstört. Die Lübecker nahmen den größten Teil der Urkunden aus dem Stadtarchiv an sich.

1541

Das Alt-Segeberger-Bürgerhaus (heute Museum) wird erbaut. Fassade ca.1585.

1555

Heinrich Graf zu Rantzau, ein bedeutender Humanist und Diplomat von europäischem Rang, wird Amtmann von Segeberg und danach Statthalter des dänischen Königs in den Herzogtümern.

1644

Die Siegesburg diente zum Ende des Dreißigjährigen Krieges den "Freien Holsteinischen Knechten", die einenn Partisanenkrieg gegen die Schweden führten, als Stützpunkt und Versteck. Auf ihrem Rückzug zerstörten die Schweden die Burg endgültig, ließen die Stadt aber unbehelligt.

1820

Die Zeit von 1820 bis 1848 brachte für Segeberg, das kleinste Städtlein in den Fürstentümern (Schleswig-Holstein-Lauenburg), eine Neuordnung und einen Neubeginn.

1826

Die Stadt erhält ein neues Rathaus im klassizistischen Stil.

Bedeutend für den Aufschwung der Stadt wurde auch das "Holsteiner Lehrerseminar" (heute Dahlmannschule), das 1840 errichtet wurde.

Das Segeberger Wochenblatt (heute Segeberger Zeitung) wird gegründet.

1848

Die Segeberger Stadtcollegien beschließen unter Bürgermeister Esmarch, sich der Erhebung Schleswig-Holstein gegen ihren rechtmäßigen Landesherrn, den dänischen König anzuschließen. Nach dem verlorenen Krieg wird Bürgermeister Esmarch 1852 vom König seines Amtes enthoben.

1867

Schleswig-Holstein wird preußischer Provinz. Segeberg wird Kreisstadt des neu gebildeten Landkreises Segeberg.

1868

Unter dem Kalkberg wird nach vielen vergeblichen Versuchen ein Steinsalzlager entdeckt. Die Entdeckung zog den schließlich 1877 durch Wassereinbrüche in den Schächten gescheiterten Versuch nach sich, ein Salzbergwerk anzulegen und hatte 1875 den Bau der Eisenbahnlinie Neumünster - Bad Oldesloe zur Folge.

1884

Der gebürtige Segeberger Heinrich Wickel errichtet am Großen Segeberger See ein Kurhaus, nachdem sich das Wasser in den Schächten als eine vollgesättigte Sole von vorzüglicher Zusammensetzung und heilkräftiger Wirkung erwiesen hat. Segeberg hat damit neben dem nicht mehr so stark gefragten Kalkstein einen zweiten natürlichen Rohstoff, der die Weiterentwicklung der Stadt erheblich beeinflusst.

1905

Auf der Rennkoppel (heute Landesturnierplatz) findet der erste Pferderenntag statt. Seit 1929 ist die Rennkoppel Landesturnierplatz für die Reit- und Fahrvereine, die 1998 ihr 50. Landesturnier durchführten.

1913

Die Kalkberghöhlen werden von spielenden Kindern entdeckt. Die Höhlen, die durch Auslaugung entstanden sind, sind eines der bedeutendsten Winterquartiere für sieben verschiedene Fledermausarten. Etwa 15.000 Fledermäuse nutzen jedes Jahr dieses Quartier.

1924

Am 01.10.1924 wird der Stadt die Bezeichnung "Bad" verliehen.

1931

Beendigung des Gipsabbaus am Kalkberg.

1929

1. Landesturnier der Reit- und Fahrvereine in Bad Segeberg.

1934

Der Nationalsozialistische Arbeitsdienst (NSAD) beginnt mit dem Bau des Freilichttheaters als sogenannte Thingstätte.

1937

wurde die Feierstätte im Rahmen der 800-Jahr-Feier Stadt Bad Segeberg mit dem Theaterstück "Die Schlacht der weißen Schiffe" von Henrik Herse eingeweiht.

1952

Erstmals werden im Freilichttheater die Karl-May-Spiele aufgeführt, die sich im Laufe der Jahre zu einer Attraktion für das ganze Bundesgebiet entwickeln. 2001 fanden die 50. Karl-May-Spiele statt.

1962

Bad Segeberg wird Bundeswehr-Standort.

1986

Am 26.09.1986 wird Bad Segeberg staatlich anerkannter Luftkurort.

1992

Am 01.09.1992 wird Bad Segeberg wieder staatlich anerkanntes Mineral-Heilbad.

1997

Am 30.06.1997 wird das neue Rathaus eingeweiht.

1998

50. Landesturnier der Reit- und Fahrvereine.

2001

50. Karl-May-Spiele