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Berufliche Weiterbildung: Prüfung abnehmen

Die berufliche Weiterbildung sichert die Erhaltung und Erweiterung der im ersten Bildungsweg erworbenen Berufsfähigkeit. Zum Nachweis von Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die durch die berufliche Fortbildung erworben werden, werden Prüfungen durchgeführt, sodass man sich seinen Fortbildungsabschluss anerkennen lassen kann. Für die Durchführung dieser Prüfungen errichtet die zuständige Stelle (z.B. die jeweilige Kammer) Prüfungsausschüsse.

Voraussetzung für die Anerkennung des Fortbildungsabschlusses ist, dass das zuständige Bundesministerium (z.B. Bundesministerium für Bildung und Forschung oder Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) durch Rechtsverordnung für eine betreffende berufliche Weiterbildung eine Fortbildungsordnung festgelegt hat. Gibt es keine solche kammerunabhängige Rechtsverordnung, kann die zuständige Kammer Fortbildungsprüfungsregelungen erlassen. Sowohl die Fortbildungsordnung als auch die Fortbildungsprüfungsregelungen definieren die Bezeichnung des Fortbildungsabschlusses, Ziel und Inhalt der Prüfung, die Zulassungsvoraussetzungen sowie das Prüfungsverfahren.
Die Überprüfung der Zulassungsvoraussetzungen (meist eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung und einschlägige, mehrjährige Berufserfahrung) erfolgt auf Grundlage der jeweiligen Prüfungsordnung.

Stellt der Prüfling einen Antrag, so ist er von der Ablegung einzelner Prüfungsteile zu befreien, wenn er folgende Voraussetzungen erfüllt:

Er hat eine andere vergleichbare Prüfung vor einer öffentlichen bzw. staatlich anerkannten Bildungseinrichtung oder vor einem staatlichen Prüfungsausschuss erfolgreich abgelegt.
Außerdem muss die Anmeldung zur Fortbildungsprüfung innerhalb von fünf Jahren nach der Bekanntgabe des Bestehens der anderen Prüfung erfolgt sein.

An die zuständige Kammer. Diese kann sein:

  • die Handwerkskammer für die Berufsbildung in Berufen der Handwerksordnung,
  • die Industrie- und Handelskammer für die Berufsbildung in nichthandwerklichen Gewerbeberufen,
  • die Landwirtschaftskammer für die Berufsbildung in Berufen der Landwirtschaft und der ländlichen Hauswirtschaft,
  • die Rechtsanwalts-, Patentanwalts- und Notarkammer (RAK) sowie die Notarkasse für die Berufsbildung der Fachangestellten im Bereich der Rechtspflege,
  • die Wirtschaftsprüfer- und die Steuerberaterkammer für die Berufsbildung der Fachangestellten im Bereich der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung,
  • die Ärzte-, Zahnärzte-, Tierärzte- und Apothekerkammer für die Berufsbildung der Fachangestellten im Bereich der Gesundheitsberufe.

Weitere Zuständigkeiten, z.B. für Stellen im Bereich des öffentlichen Dienstes sowie der Kirchen und sonstiger Religionsgemeinschaften, sind in §§ 72 - 75 Bundesbildungsgesetz (BBiG) geregelt.

Auskünfte über mögliche Antragsfristen erteilen die jeweils zuständigen Kammern. 

§§ 53 - 57 i. V. m. §§ 71 - 75 Bundesbildungsgesetz (BBiG).

Sofern die Fortbildungsordnung oder eine Regelung der zuständigen Stelle Zulassungsvoraussetzungen vorsieht, werden ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland berücksichtigt.
Nähere Informationen zur Fort- und Weiterbildung finden Sie auf den Internetseiten der zuständigen Kammern.

Über die Höhe von Prüfungsgebühren sowie eventuell anfallende Gebühren für prüfungsrelevante Formulare gibt die zuständige Kammer Auskunft.

Gegebenenfalls erforderliche Anmelde- oder Antragsformulare erhalten Sie bei der zuständigen Kammer.

Organigramm der Stadt Bad Segeberg

Organigramm2017August