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Fitnessprogramm

Fitnessprogramm Innenstadt zur Steigerung der Attraktivität der Bad Segeberger Innenstadt und zur besseren Ausschöpfung der Potenziale aus dem Besucheraufkommen des Einzelhandels auf dem Areal von Möbel Kraft.
Die Ergebnisse des "Forums der Kaufleute" zum Fitnessprogramm finden Sie hier!

Der Entwurf dieses Fitnessprogramms entstand auf Initiative des Kalkbergrings unter Beteiligung der Stadt Bad Segeberg, der Stadtmarketing GmbH und der CIMA GmbH.

Wegen der Fokussierung auf die Anbindungsproblematik Möbel Kraft bleiben andere wichtige Herausforderungen, wie die Vernetzung des Kalkberges und des Themas „Karl May“ mit der Innenstadt oder die Anbindung des Großen Segeberger Sees an die Innenstadt hier außer Acht. Auch wird die Fortführung und der Ausbau von „ohnehin“-Aktivitäten etwa des Kalkbergringes, der Stadtmarketing GmbH oder der Stadt zur Attraktivierung der Innenstadt vorausgesetzt.

Um das Programm übersichtlich und umsetzbar zu halten, beschränkt es sich auf 20 Einzelmaßnahmen. 17 Maßnahmen werden hier vorgeschlagen. Die Positionen 18 bis 20 bleiben zunächst unbesetzt und sind reserviert für Ergänzungen, die sich aus der Diskussion des Fitnessprogramms mit weiteren Beteiligten ergeben. Natürlich sind auch darüber hinaus weitere Maßnahmen sinnvoll.

Die Ausgangslage und unsere Annahmen:

  • Die Besucherpotenziale von Möbel Kraft werden bisher nur unzureichend für die Innenstadt genutzt. Das soll anders werden.
  • Nach einem mehrstündigen Besuch eines Möbelhauses ist von einem erschöpften Interesse an klassischem Einzelhandel auszugehen. (Konsum-) Bedürfnisse richten sich eher auf Gastronomie, frische Luft schnappen, Kleinstadtflair genießen, bummeln, relaxen, erholen. Das schließt keinesfalls aus, dass noch Impulskäufe getätigt werden.
  • Für viele Menschen ist der Fußweg zur Innenstadt zu weit. Sie würden ein Umsetzen des KFZ auf einen Innenstadt-Parkplatz gegenüber einem Fußmarsch bevorzugen.
  • Das Aufwertungspotenzial der Hamburger Straße zu einer Geschäftsstraße ist wegen des geringen Einflusses auf den gewerblichen Besatz und einigen definierten Nutzungen (Landratspark, Kreisverwaltung) begrenzt. Es bestehen aber Aufwertungschancen in einer Verbesserung der Eingangssituation in die Hamburger Straße (Objekt im Kreuzungsbereich, Parkplatzgestaltung) und einer Erhöhung der Aufenthaltsqualität (Begrünung, Gestaltung)
  • Auch Besucher des Möbelhauses, die im unmittelbaren Anschluss kein Interesse an einem Besuch der Segeberger Innenstadt haben, sind eine interessante, qualifizierte Zielgruppe, da sie den Weg nach Bad Segeberg schon kennen und vielleicht bei anderer Gelegenheit mit dem Ziel eines Besuchs der Innenstadt wiederkehren.
Alle Maßnahmen im Rahmen eines Fitnessprogramms beruhen auf einer klaren Positionierung und Profilierung der Innenstadt im Sinne der Bedürfnisse und Motive der Möbelhausbesucher:
  • Kleinstadt-Ambiente und viel Flair
  • Kurze Wege
  • Bummelqualität
  • Qualität und Vielfalt der Gastronomie
Das Fitnessprogramm zu einer verbesserten Ausschöpfung des Besucherpotenzials des Möbelhauses für die Innenstadt liegt umfasst Maßnahmen in drei Bereichen („Problemzonen“):
  • 1. Verbesserung der Kommunikation der Innenstadt zu den Möbelhausbesuchern
  • 2. Verbesserung der Anbindung zwischen Möbelhaus und Innenstadt
  • 3. Gezielten Aufwertung der Attraktivität der Innenstadt
Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt in den Maßnahmen zu 1 und 3, da in diesen beiden Bereichen von einer deutlich höheren Wirksamkeit der eingesetzten finanziellen Mitteln als in dem Maßnahmenbereich 2 auszugehen ist. Hintergrund dieser Schwerpunktsetzung sind die folgenden Überlegungen: Wie weiter oben beschrieben, werden die Kunden des Möbelhauses die Innenstadt eher zu einem späteren Zeitpunkt gezielt anfahren oder für den Fall, dass Sie die Innenstadt direkt im Anschluss an den Besuch des Möbelhaus aufsuchen wollen, den Weg zur Innenstadt in der überwiegenden Mehrzahl nicht zu Fuß zurücklegen. Zudem muss das Einkaufserlebnis in der Innenstadt dem erwarteten Profil des Kleinstadtflairs entsprechen. Dies käme nicht nur Kunden des Möbelhauses, die die Innenstadt aufsuchen, sondern allen Innenstadtkunden zugute!

Nachfolgend wollen wir die Eckpunkte der Maßnahmen in diesen Bereichen vorstellen und die finanziellen Konsequenzen umreißen. Dabei verzichten wir darauf, auf organisatorische Fragen einzugehen, sondern haben in die Kostenschätzung anteilige Personalkosten gleich eingerechnet, so dass es später disponibel ist, die Maßnahmen bei der Stadtmarketing GmbH, beim Kalkbergring oder etwa bei einem externen Dienstleister „aufzuhängen“.
Bei der Auswahl der Maßnahmen haben wir uns auf den kurz- und mittelfristigen Zeithorizont sowie Maßnahmen mit einem Kostenrahmen bis 40.000 € beschränkt.

Problemzone 1: Verbesserung der Kommunikation der Innenstadt zu den Möbelhausbesuchern

Maßnahme 1: Ausschilderung zur Innenstadt an den Verkehrsachsen
Ergänzung und Vereinheitlichung der Beschilderung zum Stadtzentrum bis zur Übergabe an ein Parkleitsystem; 4-5 Schilder exkl. Baumaßnahmen (Anschlussmaßnahme: Überprüfung des Farbsystems der Parkplatzausschilderung)
Geschätzte Kosten: 10.000,- Euro
Folgekosten:

Maßnahme 2: Großflächenwerbung an den Verkehrsachsen
Identifikation möglicher Standorte für Großwerbeanlagen (z.B. 16/1 Großfläche) Aufstellung von 2 Großwerbetafeln oder Bannerdisplays Kapitalisierte Miete/Pacht für Grund- bzw. Gebäudeeigentümer für zehn Jahre Geschätzte Kosten: 15.000,- Euro
Folgekosten:

Maßnahme 3: Stadtplananlagen mit Innenstadtwerbung auf den Parkplätzen von Möbel Kraft/ggf. Elektrofachmarkt
Identifikation möglicher Standorte für Stadtplananlagen
Aufstellung von 2 Stadtplananlagen
Keine Miete für Grundeigentümer kalkuliert
Geschätzte Kosten: 10.000,- Euro
Folgekosten: ggf. durch Einnahmen aus Werbung von Betrieben der Innenstadt zu decken.

Maßnahme 4: Flyer- bzw. Gutscheinheft-Verteilung auf den Parkplätzen von Möbel Kraft/ggf. Elektrofachmarkt
Erstellung und Verteilung (ggf. durch Mitarbeiter von Möbel Kraft, z.B. Ausgabe an den Kassen) von 3 saisonalen Flyern (DIN Lang, 6 Seiten, ZickZack, eine Perforation, 4/4-farbig, je 50.000 Stück) und einem Gutscheinheft (A6 quer, 48 Seiten, eine Perforation, 50.000 Stück)
Geschätzte Kosten: 25.000,- Euro
Erlöse: ggf. Einnahmen von den teilnehmenden Betrieben der Innenstadt

Maßnahme 5: Großflächenwerbung auf den Parkplätzen von Möbel Kraft/ggf. Elektrofachmarkt
Identifikation möglicher Standorte für Großwerbeanlagen (z.B. 16/1 Großfläche)
Aufstellung von 2 Großwerbetafeln oder Bannerdisplays
Keine Miete für Grundeigentümer kalkuliert
Geschätzte Kosten: 11.000,- Euro
Folgekosten:

Maßnahme 6: Dekorationen und „stille“ Botschafter in den Betriebsräumen des Möbelhauses
Aufstellung von 10 Werbedisplays innerhalb des Möbelhauses/Elektro-Fachmarktes mit Prospekthalter für Flyer/Gutscheinhefte
Rahmenvertrag mit Möbel Kraft, nach dem in die lfd. Möbelausstellung Produkte von Betrieben aus der Innenstadt als Blickfang-Objekte mit einem standardisierten Hinweis auf den Betrieb und die Innenstadt eindekoriert werden.
Geschätzte Kosten: 5.000,- Euro
Folgekosten:

Problemzone 2: Verbesserung der Anbindung zwischen Möbelhaus und Innenstadt

Maßnahme 7: „Karl May-Themenpfad“ durch die Hamburger Straße
Entlang der Hamburger Straße werden auf den etwa 500 Metern (?) zwischen der Ecke Ziegelstraße/ Hamburger Straße bis ins Herz der Innenstadt 4-5 Infotafeln „Karl-May“ mit monatlich wechselnden Quizfragen „Hätten Sie´s gewusst ?“ aufgestellt.
In einem Prospekthalter an der ersten Tafel werden Gewinnspielkarten vorgehalten, auf die die Antworten auf die Quizfragen notiert werden. An der letzten Infotafel gibt es einen Briefkasten, in den die ausgefüllten Teilnahmekarten eingeworfen werden. Unter den Teilnehmern werden Preise (z.B. Warengutscheine und Tickets für die Karl-May-Spiele) ausgelost.
Das Thema „Gesundheit“ eignet sich ebenfalls für diese Maßnahme.
Ergänzend oder alternativ soll auch die Attraktivität des Fußweges entlang dem städtischen Gymnasium und dem Landratspark geprüft werden.
Geschätzte Kosten: 20.000,- Euro
Folgekosten:

Maßnahme 8: Straßeneisenbahn als „sightseeing“-Angebot
An zehn ausgewählten Tagen verkehrt der Karl-May-City Express auf einer Sightseeing-Route zwischen Möbelhaus und Innenstadt. An mehreren Stationen ist das Ein- und Aussteigen möglich. Es wird kein Fahrpreis erhoben (evtl. Ausgabe von Gutscheinen im Möbelhaus).
Geschätzte Kosten: 20.000,- Euro
Folgekosten:

Maßnahme 9: Verbesserung der Ausschilderung des Weges zur Innenstadt
Entlang der Hamburger Straße werden auf den etwa 500 Metern (?) zwischen der Ecke Ziegelstraße/ Hamburger Straße bis ins Herz der Innenstadt Laternenreiter an Straßenschildern bzw. Straßenlaternen installiert. Diese sind mit einem Wechselrahmen ausgestattet, so dass abwechselnd reine Besucherführungen („noch 4 Minuten bis zur Innenstadt“), Veranstaltungshinweise und dekorative Elemente („Banner“)
Geschätzte Kosten: 10.000,- Euro
Folgekosten:

Maßnahme 10: Verbesserung der Ausschilderung der Innenstadt-Parkplätze
Die Ausschilderung zu den Innenstadt-Parkplätzen Marienkirche, Kleiner See, Seminarweg und Schweinemarkt sowie nachrangig zu den gebührenfreien Parkplätzen in Innenstadtnähe (Gieschenhagen, Winklersgang, Neuer Platz und Backofenwiese) soll aus Nutzerperspektive überprüft und optimiert werden. Die Wegweisung soll einerseits den Suchverkehr minimieren und die Umwelt entlasten, andererseits die Besucher an den Hauptzufahrtsrouten aufnehmen und durchgängig zu ihrem Zielparkplatz führen.
Geschätzte Kosten: 20.000,- Euro
Folgekosten:

Problemzone 3: Gezielte Aufwertung der Attraktivität der Innenstadt

Maßnahme 11: Akzentuierung und Aufwertung der Eingangssituationen
Die Eingangssituationen zur Innenstadt sollen akzentuiert werden und einladende Wirkung ausstrahlen. Von den Eingängen zur Innenstadt aus sollen Blickfänge und Perspektiven gestaltet werden, die die Besucher weiter ins Innere ziehen. Die gestalterische und technische Umsetzung dieser Strategie muss aus den örtlichen Gegebenheiten der Standorte abgeleitet werden (Kunst & Design, Pflanzen und Blumen, Schilder und Transparente). Den Auftakt dieser Maßnahme bildet die Gestaltung des Übergangs der Hamburger Straße von der Fahrstraße zur Fußgängerzone (Eingang WEST).
Geschätzte Kosten: 10.000,- Euro
Folgekosten: weitere 10.000,- Euro je Innenstadt-Eingang

Maßnahme 12: Durchführung eines City-Check
Der City-Qualitäts-Check, durchgeführt von der CIMA GmbH, ermöglicht eine umfassende Bewertung der Marketingpotenziale des innerstädtischen Einzelhandels. Im Rahmen der Bestandserhebungen wird der Marktauftritt des Einzelhandels mit folgenden Kriterien differenziert bewertet:
  • Sortimentsniveau / Zielgruppenansprache
  • Ladengestaltung (innen/außen)
  • Wettbewerbsfähigkeit
Die Bewertungsergebnisse werden kartographisch dargestellt. Für einzelne Lageabschnitte wird die Verteilung der Bewertungen dokumentiert. Darüber hinaus werden die Standortqualitäten mittels einer umfassenden Fotodokumentation dargestellt. Ziel des City-Qualitäts-Check ist es unterschiedliche Lage- und Angebotsqualitäten deutlich zu differenzieren. Daraus resultieren Potenziale zur individuellen Positionierung von Einzelhandelsbetrieben und Einkaufslagen. Der örtliche Einzelhandel erhält konkrete Hinweise zur Optimierung des gesamtheitlichen Marktauftritts.
Geschätzte Kosten: 14.500,- Euro
Folgekosten:

Maßnahme 13: Aufwertung der Attraktivität von Einzelbetrieben
Die Kundenorientierung und das Serviceniveau des Bad Segeberger Einzelhandels soll in der Breite auf das gute Level der heutigen Leitbetriebe und „Musterschüler“ gebracht werden. Das Ziel ist eine öffentlichkeitswirksame Zertifizierung zahlreicher Betriebe mit einem Qualitätssiegel und die Wahl besonders freundlicher Betriebe durch die Kunden. Evtl. kann die Maßnahme in das Projekt ServiceQualität Schleswig-Holstein integriert werden.
Die Maßnahme erfolgt in den Schritten Mystery Shopping-Schulung- Wettbewerb-Vermarktung, die teilweise auch einzeln durchgeführt werden könnten.
Beim Mystery-Shopping erfolgen mehrere verdeckte Testkäufe in den teilnehmenden Läden, bei denen die Servicequalität und Kundenorientierung gecheckt wird. Die Betriebe erhalten eine individuelle Auswertung, außerdem wird eine zusammenfassende Auswertung für alle getesteten Läden erstellt.
Nach einer kick-off Veranstaltung mit einem Motivationstrainer folgt eine Serie von fünf themenbezogenen Fortbildungen (z.B. Verkaufsgespräche, Umgang mit Reklamationen, Service, Laden- und Schaufenstergestaltung, Werbung und Kundenbindung), an denen Inhaber und Mitarbeiter des Bad Segeberger Einzelhandels teilnehmen können.
Anschließend wird in einem Publikumswettbewerb mit Medienpartnern „Mein Lieblingsgeschäft“ in Bad Segeberg gewählt und ausgezeichnet.
Wenn es gelingt, ausreichend Betriebe für eine Zertifizierung zu gewinnen, kann die anschließende Vermarktung über ein Qualitätssiegel erfolgen.
Geschätzte Kosten: 38.000,- Euro (z.T. über Fördermittel des Bundeswirtschaftsministeriums und Eigenbeiträge der Betriebe zu finanzieren); Kosten im Einzelnen: Mystery Shopping 20 Geschäfte (10.000,-), Veranstaltungsreihe (12.000,-), Publikumswettbewerb „Mein Lieblingsgeschäft“ (6.000,-), Vermarktung über Qualitätssiegel (10.000,-)
Folgekosten:

Maßnahme 14: Aufwertung von Häusern und Grundstücken durch ihre Eigentümer, Nutzung
von Grundstückspotenzialen
Angebotsqualität, -volumen und -dichte in der Bad Segeberger Innenstadt sind entscheidende Faktoren des Erlebens urbaner Qualität. In einer kleinen Stadt kommt es darauf an, dass jedes Haus und jedes Grundstück in der Innenstadt einen aktiven Attraktivitätsbeitrag leistet. Brachen, untergenutzte Grundstücke oder nicht optimal aufgestellte Immobilien (Geschäftshäuser) kann sich Bad Segeberg nicht „leisten“.
Jede einzelne Liegenschaft und jedes Grundstück in der Innenstadt wird unter dem Gesichtspunkt der Steigerung seines individuellen Attraktivitätsbeitrages überprüft.
Für jede Immobilie erfolgt eine Darstellung der Aufwertungsempfehlungen. Diese werden auch kumuliert ermittelt, um daraus programmatische Folgerungen zu ziehen. Wenn bestimmte Handlungsbereiche (z.B. energetische Sanierung, Fassadenbegrünung, Umbau Schaufenster- und Eingangsbereiche) gehäuft vorkommen, werden dafür Vorschläge entwickelt (z.B. Finanzierungsprogramme, Gruppenberatung etc.).
Auch unbebaute Grundstücke, Grundstücksteile oder unzweckmäßig genutzte Grundstücke werden auf Potenziale zur Flächenentwicklung und Wertsteigerung überprüft. In Absprache mit den Eigentümern erfolgt eine skizzenhafte Darstellung potenzieller baulicher und nutzungsstruktureller Chancen mit einer überschlägigen Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Alle gefundenen Handlungsansätze werden in einer systematischen Darstellung strukturiert und Maßnahmenpakete definiert.
Geschätzte Kosten: 18.500,- Euro
Folgekosten:

Maßnahme 15: Aufwertung des Mobiliars der Außengastronomie
In Abstimmung mit den Betreibern von Außengastronomie in der Innenstadt wird ein verbindliches Regelwerk (ggf. als Satzung) erstellt. Darin wird z.B. das zugelassene Mobiliar, Schirme, Pflanztöpfe, Hinweistafeln geklärt. Mit den Anliegern wird ein Investitionsplan erstellt, in dem die Umstellung auf die neu vereinbarten Regeln dargestellt wird. Die Investitionen werden –nach Maßgabe der Zulässigkeit- im Rahmen eines Förderprogrammes unterstützt.
Geschätzte Kosten: 10.000,- Euro
Folgekosten:

Maßnahme 16: Aufwertung des öffentlichen Grüns
Durch eine konzertierte Aktion soll das öffentliche und private Grün im Bereich der Innenstadt aufgewertet werden, damit es einen Beitrag zur Positionierung „Kleinstadt-Ambiente und viel Flair“ leisten kann.
Einzelhändler und andere Gewerbetreibende sollen Grünpatenschaften für einzelne Abschnitte oder Anlagen in der Innenstadt übernehmen. Gleichzeitig optimiert die Stadtverwaltung die einzelnen Anlagen (z.B. Unterpflanzung Straßenbäume) unter dem Gesichtspunkt des Pflegeaufwandes und verdichtet die Taktung bei der Straßenpflege (z.B. Pflasterritzen).
Der bessere Zustand des „Dauergrüns“ bzw. der ganzjährigen Anlagen soll durch temporäre, saisonale Dekorationen, Blumenmärkte, poetische Gärten etc. ergänzt werden (z.B. Weimar „Grüne Stühle“ und … macht blau“).
Ggf. können diese Aktivitäten in eine Teilnahme am Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ der Entente Florale Deutschland einmünden.
Geschätzte Kosten: 10.000,- Euro
Folgekosten: 10.000,- Euro (jährlich)

Maßnahme 17: Bespielung des Marktplatzes, temporäre Installationen
Der Marktplatz soll noch mehr als bisher der gesellschaftliche, urbane Mittelpunkt der Bad Segeberger Innenstadt werden, eine „gute Stube“, aber nicht im verstaubten, bürgerlichen Sinne, sondern mit Esprit, Überraschungseffekten und zeitgenössischer Ausprägung. Zugleich soll die Multifunktionalität des Platzes mit seiner Eignung für Märkte und Veranstaltungen nicht eingeschränkt werden.
Der Marktbrunnen von Wolfgang Schnabel soll als „Bühne“ für Inszenierungen, Dekorationen und künstlerische Gestaltungen genutzt werden. Die dadurch erfolgende Betonung des Elementes „Wasser“ fügt sich sowohl in das Leitbild „Stadt am See“ als auch in das Profil des Heilbades/Gesundheitsortes mit eigener Solequelle.
Zur Erschließung der Vertikalen soll ein flexibles Mastensystem den Luftraum über dem Brunnen für Bespielungen zugänglich machen. In das Mastensystem sollen Energie-, Wasser- und Datenleitungen integriert werden, damit unterschiedliche Medien und Materialien der Bespielung eingesetzt werden können.
Pro Jahr sollen vier Bespielungen mit einer Dauer von jeweils einem Monat realisiert werden. Es ist wichtig, dass der Brunnen und der Marktplatz auch „Ruhezeiten“ haben, da sie ja selbst Gegenstand von künstlerischer bzw. städtebaulicher Gestaltung sind und für sich selbst stehen.
Geschätzte Kosten: 50.000,- Euro
Folgekosten:

Maßnahme 18 bis Maßnahme 20: Reserviert für zusätzliche Maßnahmen aus den Erörterungen des Fitnessprogramms mit weiteren Akteuren.