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Kalkberg - Vernetzung der Felswand über dem Höhlenausgang

Am 13. Juli 2008 beginnen Spezialisten mit der Sicherung der Felswand über dem Höhlenausgang. Die erste Arbeitswoche dient überwiegend der Bauvorbereitung, ab dem 20. Juli stehen die eigentlichen Sicherungsarbeiten an.
In den vergangenen beiden Wochen konnten viele interessierte Bad Segebergerinnen und Bad Segeberger bereits beobachten, wie ein Kletterteam die Gehölze an der Felswand und der Hangschulter entfernt hat.
Zur Bauvorbereitungen gehört das Aufstellen eines Gerüstes und der Aufbau eines Schnellmontage-Turmdrehkrans mit 23 m Auslegung oberhalb der Felswand. Anschließend werden rund 120 Ankerbohrlöcher gebohrt. Die Tiefe der Bohrlöcher beträgt überwiegend 3 m, ein Teil ist jedoch auch 5 und 8 m tief. Anders als im vorherigen Jahr wird nicht vom Kran aus gearbeitet, sondern überwiegend abgeseilt, d.h. von Kletterern gebohrt! Die Bohrlöcher werden mit einem Gewebeschlauch ausgestattet, die Anker eingesetzt und das Ganze anschließend mit Zement verpresst. Die "Gewebestrümpfe" verhindern, dass Zement in Spalten oder gar in die Höhle fließen kann. Nachdem die Anker eingesetzt und zementiert sind, werden Netze gespannt, damit loses Gestein nicht auf die Wege fallen kann. Es kommt als äußere Schicht ein weitmaschiges Hochleistungsnetz zum Einsatz, darunter liegt ein Viereckgeflecht mit einer Maschenweite von 50 x 50 mm. Bürgermeister Dieter Schönfeld bittet die Anlieger um Verständnis: "Die Maßnahmen sind für Sicherheit und Tourismus am Kalkberg unabdingbar. Leider können Belästigungen durch Lärm und Staub während der Bauphase nicht ausgeschlossen werden."

In den Jahren 2001 bis 2007 haben Fachleute eines renommierten geologischen Gutachterbüros und eine speziell für die geologische Untersuchung des Segeberger Kalkbergs gegründeteArbeitsgemeinschaft aus Fachleuten für Gipsgestein tiefgehende Untersuchungen durchgeführt und umfangreiche Gutachten zu der Standsicherheit der Höhle und der Felswände erstellt. Der Genehmigung des Kreises Segeberg, die im Februar 2008 erteilt wurde, liegt das Gutachten der Arbeitsgemeinschaft Völker / Dr. Mucke zu Grunde, die ein ausgeklügeltes Monitoringsystem zur Überwachung der Standfestigkeit der Segeberger Höhle beispielsweise mit lasergestützten Messmethoden und speziellen Glaskolben entwickelt hat, um kleinste Veränderungen feststellen zu können.
Die Arbeiten in der Kalkberghöhle konnten ebenso wie die Ankerung der bis zu 50 m hohen Felswand unterhalb des Aussichtspunktes, die die Naturkulisse des Freilichttheaters bildet, bereits abgeschlossen werden.