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In der aktuellen Debatte um Kostensteigerung bei der Sicherung der Felswand D im Freilichttheater geraten leider Anlass und Ziel der Maßnahme aus den Augen. Vor ca. 3 Jahren stand die Stadt vor der schwierigen Entscheidung, das Freilichttheater, die Schauhöhle und den Aussichtsberg schließen oder erhebliche Summe in die Sicherung des Berges stecken zu müssen.

Die Entscheidung war trotz der damit verbundenen Kosten insbesondere wegen der überragenden touristischen Bedeutung und des wirtschaftlichen Erfolges der Karl-May-Spiele eindeutig; die Sanierungsmaßnahmen wurden aufgenommen. Selbstver-ständlich sind Kostensteigerungen bei Baumaßnahmen ärgerlich. Allerdings ist die gesamte Baumaßnahme auf der Kostenseite im Rahmen der Kalkulation abgewickelt worden, es gibt nur zwei Ausnahmen: Die hohe Felswand D im Freilichttheater, die mit rd. 1,25 Millionen € kalkuliert war und nunmehr gut 300.000 € Mehr-kosten verursacht und die Vernetzung der Felswand B über dem Höhlenausgang. Über die schwierige geologische Situation an der Felswand B war bereits in den Gremien und auch sehr aus-führlich in der Presse berichtet worden, hier konnte der tatsächliche Aufwand erst durch geologische Kartierung und Videoinspektion während der Durchführung der Arbeiten ermittelt werden, die Verlängerung der Anker und Erhöhung der Anzahl der Felsnägel war aus fachgutachterlicher Sicht unvermeidbar. Der zweite Mehrkostenblock für die Sicherung der Felswand über dem Ausgang ist ausschließlich darin begründet, dass die Stadt im Rahmen des Mediationsverfahrens mit dem NABU auf den eigentlich geplanten, naturschutzfachlich genehmigten und schon ausgeschriebenen neue Zugang in die Schauhöhle ver-zichten musste, um die Durchführung der Karl-May-Spiele 2008 nicht zu gefährden.
„Es sollte zudem nicht vergessen werden, dass die Verwaltung für die beiden jetzt durchgeführten Bauabschnitte mit ihrem tat-sächlichen Kostenvolumen in Höhe von ca. 2,6 Millionen € rund 1,5 Millionen € Fördergelder und zusätzliche Kreditmittel aus dem Kommunalen Investitionsfond eingeworben hat, obwohl die För-derampeln auf dunkelrot standen," wünscht Bürgermeister Dieter Schönfeld. Da die zusätzlichen Aufwendungen für den Erfolg der Maßnahme unvermeidbar waren, ist die Stadt bestrebt, auch für die Kostenmehrungen den Förderanteil in Höhe von 50 bzw. 80 % erstattet zu bekommen. Bauamtsleiterin Antje Langethal er-gänzt: „Ich will auch nicht verhehlen, dass wir ein bisschen stolz sind, diese komplizierte und einmalige Sicherung unter den schon ganz besonderen Umständen am Kalkberg durchgeführt zu haben." So waren die Zeitfenster für die Arbeiten wegen der Nutzung des Freilichttheater von Frühjahr bis September und dem Fledermausschutz im Winter und im Frühsommer extrem eng.

Immer wieder ist über den Stand des Vorhabens in dem zustän-digen Ausschuss berichtet worden, ergänzend wurden zudem im Februar 2008 eine Zwischenbilanz in Form einer mehrseitigen Pressemitteilung und im September 2008 ein zehnseitiger, bebil-derter, sehr verständlicher Artikel aus einer geologischen Fach-publikation verteilt. Außerdem berichtete der Gutachter im Januar dieses Jahres über den Ablauf der Baumaßnahme an der „teuren" Wand D anhand einer Power Point Präsentation, die den Gremienmitgliedern auf Abruf ebenfalls zur Verfügung gestellt wurde.

Am Ende wird die Sicherung des Kalkberges voraussichtlich 4,5 – 5 Millionen gekostet haben – und damit der Betrieb des Frei-lichttheaters und der Schauhöhle und die Nutzbarkeit der Gärten in der Oberbergstraße gewährleistet sein. Es gab und gibt – falls die Stadt die weiteren Ausgaben nicht tätigen wollte – nur eine Alternative: Die Schließung des Freilichttheaters.