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Segeberg entsteht durch Siegesburg, Kloster und Kirche

Im Grenzland zwischen den sächsischen und slawischen Stämmen erhob sich ein Berg mit über 110 Metern besonders hervor. Auf Anraten des Missionars Vicelin ließ Kaiser Lothar III. auf diesem Berg eine Reichsburg erbauen, die Siegesburg hieß. Am Fuße stiftete der Kaiser ein Augustinerchorherren-Kloster mit Kirche, das er Vicelin unterstellte. Von Burg und Kloster aus sollte die Kolonisierung und Christianisierung des im Osten liegenden Slawenland erfolgen. Am Fuße des Berges mit der Siegesburg entstand eine Burgsiedlung, die sich, vom Namen Siegesburg abgeleitet, Segeberg nannte. Am Kloster, das im Westen von Segeberg lag, entstand eine Klostersiedlung. Die Burgsiedlung, eingeklemmt zwischen Berg und See, konnte sich nicht so wirtschaftlich entwickeln wie die Klostersiedlung, die sich ab 1480 Gieschenhagen nannte. 1564 wurde das Kloster geschlossen und aufgelöst, die Siegesburg 1644 von den Schweden zerstört. Erst 1820 wurden die Stadt Segeberg und der Flecken Gieschenhagen auf Anordnung des dänischen Königs zusammengelegt. Der Ort erhielt den Namen Segeberg.

1134 bestimmt Kaiser Lothar den Bau einer steinernen Grenzburg auf dem strategisch günstigen Berg, versieht sie mit starker Besatzung und sie wird als Segenswunsch fortan „Siegesburg“ genannt.
Außerdem gründet der Kaiser 1136 ein Augustinerchorherren-Stift mit Kirche.

1138 fällt der Wagrierfürst Pribislaw in Holstein ein und zerstört die Siedlung Segeberg sowie Kloster und Kirche.

1142 wird die Siegesburg vom abgesetzten Grafen Heinrich von Bardewide zerstört. Graf Adolf II. baut sie wieder auf und nimmt hier seine Residenz für sein Lehensgebiet Holstein, Stormarn und Wagrien

1156 beginnen die Augustinerchorherren mit der Errichtung der Klosterbauten und mit dem Bau einer spätromanischen Kreuzbasilika. Segeberg wird Bischöfliche Residenz von Bischof Gerold von Oldenburg.

1181/89 vertreibt Heinrich der Löwe Graf Adolf III. aus Holstein und besetzt die Siegesburg, die er als Gefängnis für adelige Gefangene nutzt. Nach Rückkehr aus seinem Exil versucht Adolf III. 1189 erfolglos eine erneute Belagerung der Siegesburg.

1202 erobert Dänenkönig Knud IV. Holstein und nach 1 Jahr Belagerung auch die Siegesburg. Die dänische Herrschaft endet mit der Schlacht bei Bornhöved 1227.

1260 bestätigen die Grafen Gerhard I. und Johann I. den Segeberger Bürgern das von ihrem Vater Adolf IV. 1230 verliehene Stadtprivileg.

1273 erhält nach der Landesteilung Holsteins Graf Adolf V. (1263-1308) die „Grafschaft Segeberg“, die nun von der Siegesburg regiert wird. Die Stadt erlangt damit den Rang einer „fürstlichen Residenz“.

1315 ermordet Ritter Hartwig Reventlow Graf Adolf VI. auf der Siegesburg.

1380 zerstören die Dithmarscher auf Raubzug Segeberg. Nur die Siegesburg hält Stand.

1422 residiert der letzte Schauenburger Landesfürst, Adolf VIII., mehrere Jahre auf dem Segeberger Schloss. Als er 1459 in Segeberg stirbt, endet die Landesherrschaft des Schauenburger Grafengeschlechts und die dänischen Könige übernehmen die Landesherrschaft.

1460 wird die Siegesburg zum Schloss unter dänischer Herrschaft ausgebaut und ist Landesburg. König Christian I. aus Dänemark hält sich wiederholt auf der Siegesburg auf. Hier werden auch Landtage abgehalten.

1465 schließt König Christian I. mit Hamburg einen Vertrag über Kalklieferungen vom Kalkberg.
Die Bauern in Segeberg und Umgebung werden zu Kalkfahrten zwangsverpflichtet.

1490 verhandeln der dänische König Johann I. und sein Bruder, der Gottorfer Herzog Friedrich I., auf der Siegesburg gegen die Bestimmungen des Vertrages von Ripen die Aufteilung der Herzogtümer; als Hauptschloss im Königlichen bzw. Segeberger Anteil wird wiederum die Segeberger Burg bestimmt.

1521 Beginn der Reformation in Segeberg.

1564 wird das Augustinerchorherren-Kloster säkularisiert. Die Gebäude und Ländereien fallen an den Landesherrn, den dänischen König.

1644 zerstören die Schweden die Siegesburg, weil sich hier das Hauptquartier der „Schnapphähne“ befindet, eine Guerilla-Truppe, die ihre Nachschublinien plündert.