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Segeberger Marienkirche

Das älteste Gebäude der Stadt ist die im Stadtzentrum stehende Marienkirche. Ihr Bau wurde 1156 begonnen, jedoch erst 43 Jahre später geweiht. Der Grundriss der dreischiffigen Gewölbebasilika entspricht einem lateinischen Kreuz. Der Innenraum ist 55 m lang, das Mittelschiff 8 m breit und die Gewölbescheitel sind 14 m hoch. Sie war Klosterkirche der Augustinerchorherren bis zur Auflösung des Klosters 1564. Durch die Windesheimer Reformbewegung wurde nach 1470 der Chor um 22 m verlängert. Nach der Säkularisierung im 16. Jahrhundert, gehörte die Kirche zur Kirchengemeinde. Der nicht mehr benötigte verlängerte Chor wurde abgebrochen und durch eine senkrechte Feldsteinmauer geschlossen. Wegen des schlechten Bauzustandes erhielt die Kirche von 1761 bis 1764 ein großes Schleppdach und wurde im Barockstil umgebaut. 100 Jahre später erhielt die Kirche die heute noch vorhandene neuromanische basilikale Gestalt. Seit 2010 werden wieder Sicherungsmaßnahmen innen und außen durchgeführt. Sehenswert sind der Passionsaltar, die Spätrenaissance-Kanzel und das Taufbecken.

1134 Kaiser Lothar III. lässt auf dem Kalkberg eine Reichsburg – die Siegesburg – erbauen. Gleichzeitig gründet er am Fuße des Berges ein Augustinerchorherren-Kloster und eine Kirche. Dem Missionar Vicelin des Augustiner Chorherrenstifts in Neumünster überträgt er die Leitung von Kloster und Kirche.

1156 wird das Kloster Bischofssitz und der Grundstein für eine dreischiffige Kreuzbasilika im spätromanischen Stil mit angrenzendem Klosterbau gelegt.

1199 Der weitgehend fertige Bau wird zur Marienkirche geweiht. Die Arbeiten werden 1216 nach etwa 60 Jahren abgeschlossen.

1447 Das bronzene Taufbecken, vom Bremer Gießer Ghert Klinghe hergestellt, ist das älteste Kunstwerk in der Kirche und in der Stadt.

Nach 1470 wird durch die Windesheimer Reformbewegung der Chor um 22 m nach Osten verlängert. Dadurch wird die Trennung des Gottesdienstes der Chorherren von der Gemeinde ermöglicht. Zusätzlich erhält die Kirche zwischen Kirchenbau und neuem Chor einen Wendeltreppenturm.

Um 1518 wird der um 1515 in einer Lübecker Werkstatt entstandene spätgotische dreiflügelige Altar, der die Passion Jesu bis zum Jüngsten Gericht zeigt, im Osten des Kirchenschiffes im sogenannten Mönchschor aufgestellt.

Ab 1522 predigen die ersten evangelischen Pastoren in der Marienkirche. Den Zehnten der Klosterdörfer erhält nicht mehr das Augustinerchorherrenkloster, sondern das Kirchspiel.

1612 stiften der Segeberger Amtmann Markwart von Pentz und dessen Ehefrau Anna eine Kanzel im Stil der Spätrenaissance. Sie befindet sich noch heute am nordöstlichen Pfeiler des Hauptschiffes.

1761 befindet sich das Kirchengebäude in einem schlechten Bauzustand. Von 1761 bis 1764 erfolgt eine barocke Umgestaltung mit einem Schleppdach Der Turm erhält erstmals ein mechanisches Uhrwerk.

1863-1867 erfolgt der Rückbau der Marienkirche in ihre Ursprungsform einer spätromanischen Basilika.

1873 bekommt die Marienkirche eine neue Orgel mit einem neugotischen Orgelprospekt aus der dänischen Orgelbauwerkstatt Marcussen & Søn / Apenrade.

1957 werden aufwändige Sanierungsarbeiten an zwei romanischen Pfeilern und drei Säulen sowie die Sicherung des Turms und des Kirchenschiffs mit Mauerankern notwendig. Das Gestühl von 1866 wird ersetzt.

2010 wird die Heizungsanlage erneuert und das Gestühl geändert, so dass wieder ein Mittelgang entsteht.

Seit 2014 erfolgt schrittweise die Renovierung des Innenraums der Kirche.